September 2020

Es geht weiter mit unserer Donnerstagabend-Reihe. Weiterhin kommen Personen zu Wort, die sonst das öffentliche Leben in anderen Kontexten - ausserhalb des Löwenbräus - bereichern. Damit wollen wir die Diversität zeitgenössischer Ausdrucks- sowie Darbietungsformen feiern und Raum für neue Initiativen und Projekte geben. 

 

Im September schaffen wir Raum für Texte. Am 3. September freuen wir uns auf Lyrik von Claire Plassard und Florian Vetsch. Mehr Informationen dazu folgen in Kürze!

lowenbraukunst Florian Vetsch lowenbraukunst Herr Wempe lowenbraukunst OOR Records
Schutzkonzept

Durch enge Kontakte mit unbekannten Personen besteht ein Risiko, sich mit COVID-19 anzustecken. Aus diesem Grund werden wir alle Besucher*innen mit Namen und Telefonnummer erfassen. Die Aufnahme dient einer allfälligen Rückverfolgung. Die Daten werden intern gespeichert und bei einem Ansteckungsfall den zuständigen Behörden übergeben. Es muss damit gerechnet werden, dass eine 14-tägige Quarantäne verfügt wird. 

Zu unser aller Schutz, bitten wir Sie folgende Empfehlungen zu beachten:

 

- Sämtliche offiziellen Vorgaben sind einzuhalten, namentlich die Distanz- und Hygieneregel des BAG 

 

- Es gilt eine Maskenpflicht im ganzen Löwenbräu

 

- Die Platzanzahl ist limitiert, so dass die Abstandsregeln eingehalten werden können

 

- Keinen Eintritt erhalten Menschen, die Grippesymptome (Husten, Fieber oder Atembeschwerden) zeigen

Der Donnerstagabend im Löwenbräu

Im August widmen wir uns dem Film und haben dazu den Cine-Club eingeladen. Der Cine-Club wurde 2012 aus dem Wunsch heraus, Filme gemeinsam schauen und besprechen zu können, in einem Wohnzimmer gegründet. Mittlerweile wird dieser Wunsch mit der Öffentlichkeit geteilt und der Club gastiert an unterschiedlichen Spielstätten. Wir freuen uns sehr, darf nun als nächstes das Löwenbräu  als Gastgeber*in in Erscheinung treten!

 

* Es gilt: Freier Eintritt für alle! Wie übrigens jeden Donnerstag ab 17 Uhr für's ganze Haus. :)

Donnerstagabend 4: Film

27. August 2020

Bar 20:00 Uhr, Filme 21:00
Holzterrasse 2. Stock, Löwenbräukunst, Limmatstrasse 270 

 

E. T. - Der Ausserirdische

Steven Spielberg, USA, 1982

Drehbuch: Melissa Mathison, Musik: John Williams

120 min, dt. Synchronfassung

 

In einem Wald in der Nähe von Los Angeles landen Außerirdische und sammeln Pflanzenproben. 
Als plötzlich eine Gruppe von Regierungsagenten auftaucht, fliehen die Außerirdischen überstürzt 
mit ihrem Raumschiff. Dabei lassen sie versehentlich einen ihrer Gefährten zurück, der sich weiter 
entfernt hatte. Der kleine Außerirdische sucht Unterschlupf im Schuppen eines Hauses im nahe 
gelegenen Vorort. Dort entdeckt ihn der zehnjährige Elliott, der mit seiner Mutter und seinen 
Geschwistern in dem Haus lebt. Zwischen ihm und dem kleinen Besucher entsteht rasch eine enge 
Freundschaft. Beide sind einsam: Elliott vermisst seinen Vater, der die Familie vor kurzem verlassen 
hat, und E.T. vermisst seine Gefährten, die ihn „3 Millionen Lichtjahre von zuhause“ entfernt auf der 
Erde zurückgelassen haben.

An diesem Abend zeigen wir den Filmklassiker aus den 80er Jahren in einem speziellen Setting. 
Wir richten den Projektionsstrahl direkt ins Weltall. Wir legen uns hin, schauen in den 
Nachthimmel und lassen uns ganz auf die Tonebene ein. Kommt vorbei mit einer Matte oder 
einem Kissen, damit ihr bequem liegen könnt. 

 

Grafik: Krispin Heè

 

Donnerstagabend 3: Film

20. August 2020

Bar 20:00 Uhr, Filme 21:00 / 22:00 Uhr
Weisse Terrasse 1. Stock, Löwenbräukunst, Limmatstrasse 270 (bei schlechtem Wetter nebenan im schwarzescafé)

 

Black Panthers
Agnès Varda, Frankreich/USA, 1968
28 min, Englisch, (engl. Untertitel)

 

Agnès Varda richtet ihre Kamera auf eine Demonstration in Oakland gegen die Inhaftierung des Aktivisten 
und Mitbegründers der Black Panthers, Huey P. Newton. Der Kurzfilm zeugt nicht nur von Vardas Einfühlungsvermögen 
und ihrer Faszination für ihre Wahlheimat, sondern ist auch ein starkes politisches Statement.

 

Atlantics
Mati Diop, Frankreich/Senegal, 2009
16 min, Wolof, (engl. Untertitel)

 

Mati Diop versammelt in ihrem Kurzfilm drei junge Männer aus dem Senegal um ein Lagerfeuer, wo diese sich über 
ihren Freund Serigne, Gott und das Meer austauschen. Serigne ist ums Leben gekommen, als er den Atlantik überqueren wollte.
In diesem fragmentarisch und lyrisch traumartig erzählten Debüt vermischt sich das Dokumentarische mit dem Fiktiven, in verdrängten Geschichten und Gefühlen.

Donnerstagabend 5: Lyrik

Donnerstag, 3. September 2020

 

Bar: Ab 19 Uhr
Lesung: Um 20 Uhr
Wo: Weisse Terrasse, 1. Stock (bei schlechter Witterung im schwarzescafé nebenan)

 

Über Claire und Florian 

 

Die Versuchung liegt nahe, die beiden mit ihren Differenzen bezüglich ihres Alters beziehungsweise Geschlechts anpreisen zu wollen. Tatsächlich aber sind Claire Plassard und Florian Vetsch zwei Menschen, die schlicht durch eine Kette von Zufällen aufeinandergetroffen sind und deren lyrisches Schaffen sich fortan verwoben hat. 

 

Es war im Jahre 2011, als Florian die ersten poetischen Zeilen Richtung Claire entsandte. Diese erste virtuelle Nachricht sollte der Beginn einer textlichen Auseinandersetzung sein. Mittlerweile ist diese auch physisch in zwei Gedichtbänden für die Öffentlichkeit zugänglich geworden: „Steinwürfe ins Lichtaug“ (2014) und „Ein dünner Faden hält alles zusammen“ (2019, beide bei Moloko Print, Schönebeck). Ihr Vorgehen fühlt sich nach einem lustvollen Austausch an, weil er keinen gesetzten Regeln nachkommen muss. Einzig die chronologische Reihenfolge wird eingehalten, so dass Frau und Mann – thematisch und formal frei – jeweils auf das Geschriebene des Gegenübers reagieren. Es ist das reaktive Miteinander, das aus Fragmenten eine gemeinsame Ausdrucksform zu schaffen vermag. Die Feder, welche sich die beiden zuwerfen, kreiert einen ganz eigenen Rhythmus. Im Zusammenspiel mit den sich abwechselnden Stimmen der beiden Protagonisten ist es denn auch dieser Rhythmus, der das Zuhören zu einer sehr natürlichen, unangestrengten Angelegenheit macht. Konkret erwarten uns Gedichte aus den zwei bereits erschienen Büchern sowie noch unveröffentlichtes Material aus dem neusten Zyklus. Das Ganze wird von Herrn Wempe mit Musik umspielt. Nach der Lesung bleibt die Bar offen und die Musik klingt weiter. So sind wir alle eingeladen, noch ein wenig zu verweilen. Wir freuen uns!

 

Claire Plassard, *1990, lebt und arbeitet in Zürich. Studium der Philosophie, Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, Deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft sowie der Gender Studies in Zürich und Berlin. Sie schreibt Lyrik, Essays, Rezensionen und Reportagen. U.a. zusammen mit dem Lyriker Pablo Haller die Gedichtzyklen blut & blumen / verdaute zukunft (Privatdruck, Luzern 2012).

 

Florian Vetsch, *1960, lebt und arbeitet in St. Gallen. Studium der Philosophie, der Germanistik sowie der Literaturkritik in Zürich. Er veröffentlichte Poesie, Tagebücher, Essays, Anthologien sowie Übersetzungen (u.a. von Paul Bowles, Ira Cohen und Jan Heller Levi). Zuletzt erschien, mit Farbradierungen von Peter Marggraf, sein Gedichtband „Quintessenz“ (San Marco Handpresse, Neustadt 2020).

 

Herr Wempe ist DJ und mag Musik mit Soul sowie Literatur und gutes Essen. Ausserdem ist er Mitinhaber des Plattenladens "OOR Records“ in Zürich.

Donnerstagabend 1: FREUD

Das Duo FREUD lässt sich die Freiheit für Improvisationen. Dies verleiht ihren Musikproduktionen nicht nur eine gewisse Rauheit, sondern sorgt auch für überraschende, irritierende Elemente. Ansonsten ist nur wenig über das Künstlerduo - es sagt selbst, Teil einer Undercover-Community für elektronische Musik zu sein - bekannt. Es bleibt also im doppelten Sinne spannend!
 

Donnerstagabend 2: Miles Singelton & Naim

Miles Singelton spielt akustische Gitarre, seit er acht ist. Das Beat-Machen kam erst 2015 dazu. So merkt man schnell, Miles scheut sich nicht vor genreübergreifenden Referenzen und Verknüpfungen. Sein Klang erinnert an den klassischen Soul der 70er Jahre von Künstlern wie Earth Wind and Fire, während sich die Beats mehr an 90’s Hip Hop Künstlern wie Erykah Badu oder Slum Village orientieren. Miles lebt und arbeitet in Zürich. 

 

Seit er Teenager ist, verfolgt Naim mit grosser Leidenschaft seine Liebe für Kunst und Musik. Bis heute hat der junge Basler eine Vielzahl von DIY Projekten veröffentlicht. Dabei limitiert er sich selbst nur selten bei der Wahl seiner Ausdrucksformen. Nebst multidisziplinären Musikvideos und Genres brechenden EPs kann Naim deshalb auf ein bewundernswert facettenreiches Wirken zurückblicken.